Wie lange dauert eine Akupunkturbehandlung bzw. eine CranioSacrale Therapie?
Eine Behandlung (Akupunktur oder CranioSacral) dauert einschließlich der Erhebung des Vorberichtes und der gründlichen Untersuchung des Patienten 30 – 60 min.
Die Nadeln verbleiben durchschnittlich 20 – 30 min im Tier. Je nach Erkrankungsfall können Akupunktur und CranioSacrale Therapie miteinander kombiniert werden.
Da sowohl die Akupunkturpunkte nach dem Entfernen der Nadeln noch „nachwirken" als auch das CranioSacrale System noch „nacharbeitet", sollten die Patienten anschließend möglichst Ruhe haben (ideal: Paddock oder Weidegang). Bei Hunden sollten direkt im Anschluß an die Behandlung keine größeren Spaziergänge stattfinden.
Nach CranioSacraler Therapie sollte das Pferd möglichst 3 Tage nicht geritten oder longiert werden, um dem Körper Zeit zur Anpassung an die neuen „Spannungsverhältnisse" (bzw. Entspannung) zu ermöglichen.
Was ist nach einer Akupunkturbehandlung oder CranioSacralen Therapie zu beachten?
In Abhängigkeit von der Erkrankung wird das weitere Vorgehen im Einzelfall besprochen. So ist z.B. bei einer Rückenerkrankung oder einer Lahmheit zu beachten, dass die Akupunktur zwar den Schmerz beseitigen, die CranioSacrale Therapie die Blockaden auflösen und beide die Selbstheilung fördern können, der Aufbau der Muskulatur oder das endgültige Ausheilen einer Lahmheitsursache aber Zeit benötigt. Daher dürfen die Tiere in der Regenerationsphase trotz Schmerzfreiheit nicht überlastet werden, um einen Rückfall zu vermeiden.
Können Akupunktur und CranioSacrale Therapie miteinander kombiniert werden?
Ja! Beide Methoden aktivieren die Selbstheilungskräfte des Körpers und ergänzen sich. In der Traditionellen Chinesischen Medizin werden neben der Akupunktur und der Kräutertherapie auch manuelle Verfahren eingesetzt, um Blockaden zu lösen. Daher kann eine Kombination der Akupunktur mit manuellen Methoden je nach zugrunde liegender Erkrankung sinnvoll sein!
Ist Akupunktur schmerzhaft?
Die zur Akupunktur verwendeten Nadeln sind feiner und elastischer als normale Injektionsnadeln. Daher verspüren die Tiere nicht mehr als den minimalen Nadeleinstich. Während die Nadeln liegen, ist dies nicht schmerzhaft. Auch die Stimulation der Punkte mit einem Akupunkturlaser ist nicht schmerzhaft.
Vom Menschen ist das sogenannte „De Qi-Gefühl" kurz nach dem Einstich bekannt, das sich z.B. in Form von leichtem Ziehen oder Kribbeln, oder Wärmeausbreitung im Meridianverlauf bemerkbar macht. Gelegentlich kann auch vorübergehend leichter Juckreiz am Akupunkturpunkt auftreten. Solche Empfindungen treten möglicherweise auch vorübergehend bei den tierischen Patienten auf.


